Bergmannsheil – Mal wieder

Bergmannsheil Bochum

Gute Medizin mit organisatorischen Schwächen

Natürlich kein Anruf

Nein, man hat den Montag nach meiner Entlassung vom ersten Versuch nicht angerufen. Also rief ich Dienstag an und erhielt meinen neuen Termin. Sonntag der 26. Juni soll es nun sein. Auf die Frage, was mit der AU ist, die nun aber eben nicht bis Sonntag den 26. sondern nur bis Freitag den 17. gilt, lautete die Antwort, ich könne jederzeit vorbei kommen und mir eine Verlängerung abholen.

Und noch ne Bahnfahrt

Aus diesem Grund habe ich mich also heute von der Bahn mal wieder hierher schaukeln lassen. Aber es gibt auch positives zu vermelden. Mir wurde zwischenzeitlich der Eingang meines Briefes an die Klinikleitung bestätigt, in dem ich mich ausführlich über meine persönlichen Erlebnisse mit dem organisatorischen Alptraum “Bergmannsheil Bochum” ausgelassen habe. Er wurde letztlich fünf Seiten lang. Man bestätigt mir indes nicht nur den Eingang desselben, sondern sichert mir zu, sich ausführlich damit zu beschäftigen. Na das ist doch schon mal was.

Mal wieder hier

Nun denn, ich bin also wieder hier. Telefoniert habe ich mit Station 2-2, nach dem ich es zuvor an der Ambulanz im Haus 3 versucht hatte, wo man sich nicht zuständig fühlte. Also rauf auf Station 2-2. “Nein, eine AU können wir hier nicht ausstellen. Ihre Akte liegt in der Ambulanz, also muss diese die AU schreiben. Gehen Sie ins Haus 3”.

Von Hü nach hott

Na ja, das kennen wir ja schon. Auf in die Ambulanz im Haus 3. “Nein, die können wir hier nicht ausstellen. ihre Akte ist auf der Station 2-2, gehen sie also …” Nein, gute Frau, das tue ich nicht. Rufen Sie einfach mal da an, denn die haben mich hierher geschickt, weil meine Akte hier sein soll. “Ihre Akte ist aber nicht hier, sie müssen …” Nein. Muss ich nicht. Rufen sie mal dort an. Eher widerwillig greift sie zum Telefon. Ich glaube, die Frau ist wirklich zu faul zum telefonieren.

Na schau mal einer guck

Sie unterhält sich am Telefon nicht ganz 30 Sekunden, dann legt sie auf, dreht sich um und greift auf einen Aktenwagen. Und, was findet sie da? Meine Akte, ganz zu oberst. Gut gemacht. Sie begibt sich daran, die AU zu schreiben. Und derweil beschleicht mich der Verdacht, der Klinikleiter könne womöglich ein ehemaliger Fitnesstrainer sein, der eine geheime Arbeitsanweisung erlassen hat, nach der die Patienten möglichst viel durchs Haus geschickt werden sollen, um fit zu werden. Hm. Sollte ich vielleicht mal recherchieren.

6 Stunden Fahrt für ganze zwei Minuten Arbeit

Es dauert etwa zwei Minuten, dann drückt sie mir die AU in die Hand, begleitet von der Frage, warum ich mir diese eigentlich persönlich abhole. Auf meine Frage, was mir ihre Frage denn sagen will, sagt sie nur “Sie hätten auch anrufen können, dann hätte ich sie Ihnen per Post zukommen lassen”. Toll. Warum sagt man mir das erst jetzt, wo ich hier bin. Und vor allem nach dem ich vor zwei Tagen in genau dieser Sache angerufen und neben der Station 2-2 auch mit ihr in dieser Sache gesprochen habe.

Unwissenheit

Sie weiß es nicht, ich weiß es nicht. Keine Ahnung, ob es im Bergmannsheil Bochum überhaupt jemand weiß. Aber nach den bisherigen Erlebnissen hier, passt es voll ins Bild.

Kommentar verfassen