Geboren Anfang der 1970er | gefühlt 28 | Eier-Außenträger | Rüötscher Jung | 100% Mensch (Bisexuell) | IHK-geprüfte Fachkraft für Schutz und Sicherheit | Naturwissenschaftlich-technisch interessiert | gern in der Natur | fotografiert gern | mag Regen und Sturm | mag Bäche, Flüsse, Talsperren und die Nordsee | mag Tiere allgemein und besonders große Hunde | geht Wandern und Schwimmen
Privat
Mit bürgerlichem Namen heiße ich André Schäfer, wurde Anfang der 1970er Jahre geboren, fühle mich aber eher wie Mitte-Ende 20. Ich bin in vielerlei Hinsicht in den 1980ern hängen geblieben. Will sagen, ich grüße zum Beispiel noch, wenn ich einen Raum betrete, wenn auch oft nur mit einem saloppen „Moin“. Worte wie Bitte und Danke sind mir nicht fremd. Ein Telefon ist für mich vor allem ein Werkzeug, um mit Menschen zu sprechen, wobei mir kein Anruf und keine Nachricht so wichtig ist, dass ich darauf jederzeit und überall sofort reagiere.

Soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke im Internet gehen mir mehrspurig am Allerwertesten vorbei. Facebook und Co brauche ich nicht und habe ich nicht. Da sind mir viel zu viel Leute drin, bei denen man den Troll fünf Kilometer gegen den Wind riechen kann, weil sie nicht mal ihren echten Namen angeben, sondern sich lieber hinter Pseudonymen verstecken. Niemand kann mein Freund werden, ohne dass ich ihn persönlich kenne. Und wenn ich ihn persönlich kenne, kommts noch drauf an, wie er so drauf ist. Mit Deppen kann ich nichts anfangen. Ich bin offen für die Meinung anderer, geiere aber nicht auf „Likes“ von Typen, die ich nicht mal kenne. Auf ein paar Plattformen, die man entfernt als soziale Netzwerke bezeichnen kann, bin ich dennoch unterwegs - siehe unten.
Talk Deutsch to me
Ich liebe die deutsche Sprache, auch wenn sie mitunter mal kompliziert ist und hasse dieses Denglisch allerorten. Das heißt etwa, ich bestelle mir einen Kaffee zum Mitnehmen oder außer Haus aber nicht „To Go“. Nichts gegen Englisch. Ist eine tolle Sprache, um sich im Ausland zu verständigen. Aber auf deutschem Boden muss ich das mit Menschen deutscher Sprache nun wirklich nicht quatschen.
Deutscher
Ich bin Deutscher und ich bin stolz darauf Deutscher zu sein. Ganz ohne rechten Unterton, denn Deutschland ist weit mehr als nur das dritte Reich. Wenngleich es mich ankotzt, dass irgendwelches rechte Gesindel und Anhänger der "Blau ist das neue Braun"-Partei diese Phrase für sich requirieren und irgendwie jeder in diesem Land mittlerweile meint, dass jeder der einen Stolz für oder auf Deutschland ausdrückt irgendwie rechts sein muss, werde ich diesen Stolz trotzdem nicht aufgeben. Denn der gründet sich für mich auf all den anderen, großartigen Errungenschaften dieses Landes, von der Freiheit übers Wirtschaftswunder, die Wiedervereinigung, das heutige Ansehen in der Welt bis hin zur sexuellen Selbstbestimmung. Apropos sexuelle Selbstbestimmung: Ich bin im gleichen Maße auch Stolz darauf Bisexuell und 100% Mensch zu sein und werde mir das auch nicht abgewöhnen, egal wie viele Leute sich jetzt daran wieder stoßen.
Lokale Traditionen
Lokale Traditionen gehören für mich ebenso gepflegt, wie die deutsche Sprache. Ich brauche hier kein US-importiertes Halloween, was Kindern die Regeln der Erpressung näher bringt und sage jedem Kind, was zu Halloween bei mir klingelt, offen vor den Kopf, wenn es von mir was Süßes haben will, soll es doch gern an Sankt Martin mit einer Laterne wiederkommen und mir etwas Schönes singen. Eine Leistung erbringen, um einen Belohnung zu bekommen, das tut heute aber kaum noch ein Kind. Von den rund 30 Blagen, die hier zu Halloween klingeln und weggeschickt werden, kommen an St. Martin dann meist nur zwei oder drei. Die freuen sich dann aber auf jeden Fall über eine große Tüte Süßkram.
Seltsam?
Wenn mich jetzt deswegen jemand für seltsam hält, Bitte, kann ich mit leben. Ich bin wie jeder andere eben das, was das Leben aus mir gemacht hat. Und ich habe noch nie etwas darauf gegeben, mich zu verstellen, nur um anderen zu gefallen. Neben Deutsch spreche ich vor allem Sarkasmus und die schwerste Sprache von allen, Klartext. Das gefällt vielen nicht. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal. Arschkriechen war noch nie meines. Und Arschkriechen ist ein "neuer" Trick, den ich alter Hund auch nicht mehr lernen werde.
Doch was hat das Leben aus mir gemacht? Gute Frage!
Was das Leben aus mir gemacht hat
Aufgewachsen bin ich mit einem Vater, der nur zwei Zustände kannte: Sich während der Arbeitszeiten in seiner Firma erfolglos den Arsch aufreißen, alles zu tun, was der Chef will und bloß niemals „Nein“ sagen und dann in seiner Freizeit den Frust darüber in literweise Bier und Schnaps zu ertränken. Selbst ohne Vater (starb in russischer Kriegsgefangenschaft) aufgewachsen, hatte er keine Ahnung davon, Vater zu sein. Meine Eltern hätten sich besser scheiden lassen. Aber dagegen hat er sich vehement gewehrt und meine Mutter kam nie gegen ihn an.
Als Kind habe ich ihn oft gehasst. Und doch habe ich ihn später fast 20 Jahre durch seine Demenz begleitet und die letzte fünf Jahre vor seiner unvermeidbaren Heimunterbringung intensiv gepflegt und konnte ihm einfach nicht mehr böse sein, während er sich geistig in einem alternden Körper langsam zum Kleinkind zurück entwickelt hat.
Muttern
Meine Mutter war das krasse Gegenteil von ihm, herzensgut. Und meine Großeltern mütterlicherseits ebenso. Väterlicherseits gabs da keinen. Meine Mutter hat mir in meinen jungen Jahren durchaus mal eine Fünf ins Gesicht gehauen. Aber das war nur die blanke Hand. Bei meinem Vater konnte das auch durchaus schon mal ein Bambus-Stock oder ein Gürtel sein. Während ich das bei meiner Mutter meist auch verdient hatte, war das bei meinem Vater meist eher sein vermeintliches Allheilmittel.
Schule
In den schulischen Leistungen abgesackt, wurde nicht nach dem Warum gefragt und es stand felsenfest, dass das nicht an dem Drachen von Grundschullehrerin liegen konnte, deretwegen andere Eltern ihre Kinder von der Schule nahmen und sie in den Nachbarort schickten. Nein, das musste fehlende Motivation meinerseits sein und so etwas gehört einem ausgeprügelt.
Drachen
Die ersten zwei Jahre von der Schule wirklich begeistert, hat mich im dritten Jahr ein Drache namens „Haberstroh“ gebrochen. Danach wollte ich mit Schule nichts mehr zu tun haben. Da gabs von mir nur noch das Minimum. Gerade genug um nicht hängen zu bleiben.
Auf der nächsten Schule habe ich meine Klassenlehrer sechs Jahre in den Wahnsinn getrieben. In der hintersten Ecke am Einzeltisch im Unterricht Kreuzworträtsel lösen oder völlig Fachfremde Bücher lesen. Das war ich. Und wann immer die mich was gefragt haben, kannte ich trotzdem die richtige Antwort. Das hat einen nach dem anderen Wahnsinnig gemacht. Hätte sich doch bloß mal einer die Mühe gemacht, nach dem Warum dahinter zu forschen. Hat aber keiner. Entsprechend sind die Zeugnisse allesamt, nennen wir es durchwachsen.
Begeistere mich
Anders wurde das erst auf der Berufsschule. Da hat mich der Stoff fasziniert. Entsprechend finden sich auf meinem Abgangszeugnis (siehe unten, warum Abgang) Noten, die hätte mir vorher auf der Schule niemand gegeben. Ein anderes, gutes Beispiel, das IHK-Prüfungszeugnis zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Auf dem ist ne 2 meine schlechteste Note. Ist also nicht so, als könnte ich es nicht. Nur damals, grün und blau geprügelt, wollte ich es einfach nicht.
Angehörigenpflege
Apropos Pflege. Davon habe ich in meinem Leben reichlich praktiziert, jeweils bis zum Ende. Erst mein Opa (Lungenkrebs), als ich grad 19 war. Fünf Jahre später meine erste Partnerin (akute Leukämie). Während langsam der Pflegebedarf bei meinem Vater stieg, folgte meine Oma (Darmkrebs) und Mitte der 2000er meine zweite Partnerin (Bauchspeicheldrüsenkrebs). 2018 gings bei meinem Vater zuhause nicht mehr und er ging für sein letztes Jahr ins Heim. Parallel folgte nun meine Mutter, mit zunehmender Gehbehinderung und langsamer Erblindung, bis heute und hoffentlich noch ein paar Jahre.
Und ich? Nun, ich hoffe, ich habe mein Essbesteck zurückgegeben, bevor eine Pflegebedürftigkeit bei mir anfängt. Mich wird niemand zuhause pflegen. Die Angst, ich könnte irgendwann wie mein Vater werden (Vererbung und so), hat mich stets davon abgehalten, ein eigenes Kind in die Welt zu setzen. Und was Pflegedienste und -heime angeht, habe ich inzwischen viele derart negativ kennengelernt, dass ich wirklich hoffe, denen niemals in die Hände zu fallen.