Die Brucher Talsperre auch Brucher See genannt ist eine in Marienheide, zwischen den Ortsteilen Singern, Rodt und Gervershausen gelegene Brauchwassertalsperre des Wupperverbandes und ein beliebtes Freizeitgewässer.

Wissenswertes

Da die Brucher Talsperre, wie auch alle anderen Talsperren, während des Zweiten Weltkrieges, als Ziel für Bombenangriffe gesehen wurde, wurden damals beidseits der Staumauer zwei Flak-Stellungen errichtet. Am Standort der westlichen befindet sich heute die Wachstation der DLRG Gummersbach. Vom Standort der östlichen ist heute noch die Ruine vorhanden.

Geschichte

Die Brucher Talsperre wurde in den Jahren 1912 und 1913 nach Plänen von Prof. Otto Intze gebaut, um den Brucher Bach anzustauen und die Wipper (Wupper) von Hochwassern zu schützen, sowie zur Niedrigwasseraufhöhung der Wipper.

Die Staumauer wurde in den Jahren 1990 bis 1993 umfassend saniert. Hierzu wurde der Stausee vollständig entleert. Danach wurde die Staumauer auf der Wasserseite mit einer Trennschicht versehen und durch eine vorgesetzte Beton-Dichtwand mit Drainageschicht und Kontrollgang verstärkt und damit auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Der Probestau der Brucher Talsperre nach Abschluss der Staumauer-Sanierung erfolgte von März 1993 bis zum Februar 1994. Seit 2008 ist an der Brucher Talsperre auch eine Wasserkraftanlage installiert, welche mit einer einzelligen Durchströmturbine mit einem Schluckvermögen von 100 Litern je Sekunde und einer Fallhöhe von 15,5 Metern bei Vollstau, sowie einer installierten Generatorleistung von 10 kW, jährlich rund 75.000 kWh erzeugt.

Ab 2011 wurden schließlich an der Talsperre mehrere Badestellen eingerichtet.

Technische Daten

Die Gewichtsstaumauer in Bogenbauweise nach dem Intze-Prinzip hat eine Höhe von 25 Metern über der Gründungssohle, welche 17 Meter breit ist. Die Krone der Staumauer ist 200 Meter lange und 4,5 Meter breit. In der Mitte der beiden Überlauföffnungen der Staumauer befindet sich wasserseitig ein vorgesetzter Wasserentnahmeturm.

Von der Staumauer wird der Brucher Bach zu einem an der Staumauer, bei Stau bis zum Stauziel 20 Meter tiefen, 3,37 Mio. Kubikmeter fassenden Stausee von 47,7 Hektar Oberfläche angestaut. Das Stauziel der Brucher Talsperre liegt auf einer Höhe von 369,77 m ü. NN, das höchste Stauziel ist bei 370,37 m ü. NN erreicht.

Pegeltafel der Brucher Talsperre am Wasserentnahmeturm

Das Niederschlagsgebiet der Talsperre ist 5,8 Quadratkilometer groß. Bemessen ist die Talsperre für einen aus diesem Einzugsgebiet bei Hochwasser möglichen Zufluss von 14,5 Kubikmetern pro Sekunde.

Geografische Lage

Die Brucher Talsperre liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Marienheide, ca. 2,5 km südöstlich des Zentrums bei dem Ortsteil Marienheide-Stültinghausen, 1 km nördlich des Ortsteiles Marienheide-Rodt und 1 km westlich des Marienheider Ortsteiles Gervershagen.

Die geografischen Koordinaten der Staumauer (Parkplatz an der Staumauer) sind:
Brucher Straße, 51709 Marienheide
51°04'49.2"N
7°33'20.6"E
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Freizeit

Als Brauchwassertalsperre steht die Brucher Talsperre für verschiedene Freizeitaktivitäten zur Verfügung. So kann sie mit Booten befahren, mit kleineren Segelbooten besegelt und in ihr gebadet.

Baden

Seit 2011 wurden vom Wupperverband an der Brucher Talsperre mehrere Badestellen eingerichtet. Damit ist das Baden und Schwimmen in der Talsperre zwar möglich und soweit auch erlaubt, jedoch wird das Baden nicht beaufsichtigt und erfolgt stets auf eigene Gefahr.

Zwar gibt es an der Westseite der Staumauer eine DLRG-Wachstation, die von der DLRG Gummersbach unterhalten wird. Aber die DLRG ist hier nicht jederzeit präsent, sondern zumeist nur während der Sommerferien und den sommerlichen Wochenenden. Aber auch dann ist die DLRG-Station nicht zwingend jeden Tag und jedes Wochenende besetzt.

In Sachen Baden ist die Brucher Talsperre ein ziemliches Novum im Vergleich zu anderen Talsperren. Denn an der Brucher Talsperre kann bis an die Staumauer herangeschwommen werden.

Einlauföffnung des Überlaufes in der Staumauer

Allerdings ist das nicht ungefährlich. Insbesondere in den Sommermonaten ist der Bereich vor der Staumauer vielfach von langen, vom Grund bis unter die Wasseroberfläche reichenden Wasserpflanzen bewachsen, in denen man sich durchaus verheddern kann. Außerdem könnte man bei voller Talsperre bis an die Kanten der beiden Überläufe schwimmen, wo zum einen, selbst bei nur einem minimalen Überlaufen ein nicht zu unterschätzender Sog besteht. Zum anderen fallen die Überlaufkanten von der Wasserseite zur Luftseite leicht ab. Und auf der Luftseite geht es von der Überlaufkante nahezu im freien Fall 20 Meter abwärts.

Der Aufenthalt im Wasser ist an den Überläufen also lebensgefährlich!

Theoretisch könnte man auch von der Staumauer bzw. dem vorgelagerten Wasserentnahmeturm ins Wasser springen. Aber das ist zum einen verboten und zum anderen auch gefährlich. Wie bei allen Talsperren schwankt auch bei der Brucher Talsperre ständig deren Wasserstand. Und wer nicht absolut sicher weiß, wie es bei welchem Wasserstand unter Wasser aussieht, der begibt sich bei einem Sprung in Lebensgefahr.

Dazu kommt, dass natürlich ständig Wasser aus der Talsperre abgelassen wird, wozu sich natürlich auf der Wasserseite unter Wasser eine Einlauföffnung befindet, an welcher ein ständiger Sog besteht.

So verlockend es auch sein mag: Von der Staumauer ins Wasser springen ist lebensgefährlich!

Boote

Mit Ausnahme von Motorbooten, welche der DLRG und dem Wupperverband vorbehalten sind, kann die Brucher Talsperre mit nahezu alle Bootstypen befahren werden, von der Luftmatratze bis zum Kajüt-Segelboot. Für Segelboote gilt eine Größenbeschränkung durch die Segelfläche, siehe unter "Segeln".

Voraussetzung für das Befahren der Talsperre ist, dass das jeweilige Boot eine gültige Wochen- oder Saisonplakette trägt, welche zum Preis von derzeit 5,- € für die Wochenplakette und 30,- € für die Saisonplakette für unbesegelte Kleinboote zum Beispiel beim Freizeitpark Kräwi an der Wuppertalsperre gekauft werden kann.

Camping

Insgesamt stehen an der Brucher Talsperre drei Campingplätze unter jeweils eigenen Betreibern zur Verfügung, von denen zwei auch Plätze für Wohnwagen, Wohnmobil und Zelt an Besucher vermieten.

Der kleinere der beiden Plätze ist der "Campingplatz Bruchersee", nahe der Staumauer gelegen und vom Verein „Camping Club Lüdenscheid“ betrieben. Dieser Platz bietet sich insbesondere für Reisen mit Zelt an.

Der zweite und größere Platz liegt am Südufer des Brucher Sees, quasi der Staumauer genau gegenüber und wird durch die IGZ Brucher Talsperre betrieben.

Dieser Platz eignet sich vor allem für Reisende mit eigenem Wohnwagen bzw. Wohnmobil und vermietet darüber hinaus auch auf dem Platz stehende Caravans für das Camping auf dem Platz.

Hunde

Hunde sind an der Brucher Talsperre als Spaziergänger gerne gesehen. Man mehreren Stellen des Rundwegs um die Talsperre befinden sich spezielle Mülleimer für Hundekot, die auch entsprechende Beutel zum Einsammeln desselbigen anbieten.

Im Wasser allerdings sind Hunde an den offiziellen Badestellen verboten und deutlich abseits der Badestellen allenfalls geduldet.

Magnetangeln

Das sogenannte Magnetangeln, bei dem man einen starken Magneten an einem Seil von einem Boot bis auf den Gewässergrund herablässt und darüber zieht oder den Magneten am Seil vom Ufer aus weit in das Wasser hinaus wirft und dann über den Gewässergrund schleifend wieder einholt, um eisenhaltige Metallgegenstände aus dem Wasser zu ziehen, erfreut sich ja durchaus einer zunehmenden Beliebtheit. Und gerade Talsperren mit ihrer großen Wasserfläche ziehen immer wieder Magnetangler an.

Magnetfischen allerdings ist in Nordrhein-Westfalen allgemein - und damit auch in allen Talsperren - genehmigungspflichtig und damit auch Bußgeld-bewehrt. Und das auch nicht ohne Grund. Selbst heute, über 80 Jahre nach dem Krieg, werden immer noch Blindgänger bei Bauarbeiten gefunden. Und insbesondere die Talsperren waren zum Einen allesamt Ziel von Bombenangriffen und damit auch Standorte massiver Flak. Zum Anderen wurden die nicht durch Bombardierung zerstörten Talsperren auch dazu benutzt, in großem Umfang Munition einfach zu entsorgen.

Gerade in der Brucher Talsperre wird immer mal wieder zumindest Kleinmunition gefunden, was insbesondere im Sommer immer mal wieder zu Warnungen führt, bei absinkendem Wasserstand und damit dem Trockenfallen breiter Uferstreifen, besondere Vorsicht walten zu lassen und nicht alles aufzuheben, was interessant aussieht.

Wasserseite der Staumauer bei Niedrigwasser

Und das, obwohl natürlich die Talsperren nach dem Krieg und auch im Zuge von Sanierungen umfangreich sondiert wurden. Aber das ist eben leider keine Garantie dafür, dass sich darin keine Munition oder Sprengmittel mehr befinden. Und wenn so etwas mal am Magneten hängt, ist das ein lebensgefährliches Problem. Denn sowohl beim über den Boden schleifen, beim Magnetfischen vom Ufer aus, als auch beim Zurückwerfen, beim Magnetfischen vom Boot aus, besteht immer das Risiko, dass das betreffende Sprengmittel unkontrolliert zündet.

Also, Magnetfischen an Talsperren ist, selbst wenn man das genehmigt bekommen sollte, ist eine ganz blöde Idee.

Modellfahrzeuge

Modellboote sind an den Badestellen grundsätzlich verboten. An Stellen, deutlich abseits der Badestellen, werden elektrische Modellmotorboote und Modellsegelbote zumindest geduldet, solange sie badende und schwimmende Besucher, Angler und den übrigen Bootsverkehr nicht stören.

Modellboote mit Verbrennungsmotoren sind grundsätzlich verboten.

An Land sind Modellfahrzeuge im Bereich der Badestellen ebenfalls grundsätzlich verboten. Außerhalb der Badestellen sind sie, auf den offiziellen Wegen, geduldet, solange sie niemanden stören, etwa durch Lärm, aggressive Fahrweise, etc. Auch hier sind allerdings Verbrennungsmotoren grundsätzlich verboten.

Drohnen

Ein Sonderfall sind Drohnen, welche sich ja zunehmend großer Beliebtheit erfreuen. Grundsätzlich gilt es für Drohnen erst mal die neue Drohnenverordnung (BMDV) des Bundesministeriums für Verkehr zu beachten; insbesondere was eine ggf. vorliegende Registrierungspflicht und die Versicherungspflicht angeht.

Darüber hinaus hat der Wupperverband als Eigentümer der „geografischen Gebiete“, welche seine Einrichtungen und Talsperren umfassen, eigene Regelungen Wupperverband | Freizeit | Drohnen aufgestellt.

Diese regeln an Brauchwassertalsperren wie der Brucher Talsperre insbesondere, dass von den Betriebseinrichtungen und Badestellen der Talsperre keine Fotos / Videos erstellt werden dürfen und ferner die individuellen Persönlichkeitsrechte der Besucher und Badegäste an der Talsperre zu beachten sind. Ferner findet sich dort der Hinweis, dass nicht alle Flächen an der Talsperre vom Wupperverband selbst bewirtschaftet werden und somit etwa für Überflüge über die DLRG-Station oder die Campingplätze, eine Genehmigung von deren Betreibern gesondert einzuholen ist.

Entsprechende Genehmigungen müssen schriftlich erteilt sein und zusammen mit anderen relevanten Unterlagen, wie der Registrierung und des Versicherungsnachweises stets mitgeführt werden. Ferner finden sich Informationen zum Drohnenflug auf der Digitale Plattform für unbemannte Luftfahrt.

Radfahren / MTB

Das Radfahren um die Brucher Talsperre, insbesondere auf deren Uferweg ist zwar erlaubt, allerdings nur, solange Fußgänger und ggf. Hunde auf diesen Wegen dadurch nicht gestört oder gefährdet werden.

Auf der Staumauer sind Fahrräder grundsätzlich zu schieben. Und auf den angrenzenden Wegen an der Brucher Talsperre ist auf jeden Fall zu beachten, dass diese weitgehend durch Landschaftsschutzgebiet verlaufen.

Segeln

Durch ihre Höhe von rund 370 Meter über dem Meer bietet die Brucher Talsperre zumeist gute Windverhältnisse und ist damit ein gutes Segelrevier, vor allem weniger geübte Segler, da sie anders als etwa die Wupper-, Agger- oder Bevertalsperre keine schmalen Seitenarme besitzt sondern beinahe eine runde Form hat, wodurch der Wind zumeist gleichmäßig auf dem ganzen See weht.
Die Besegelung der Brucher Talsperre ist mit Jollen sowie kleineren Dickschiffen möglich. Als Grenzen gelten für Jollen und Dickschiffe eine max. Segelfläche der Hauptbesegelung von 20 Quadratmetern. Für Boote in Katamaran-Bauweise gilt abweichend eine Höchstsegelfläche von 12 Quadratmetern.

Ferner sind insbesondere Dickschiffe, also Kajütboote auch in der Länge beschränkt. Die Länge über alles, vom Bugkorb bis zum Ruderblatt darf 7 Meter nicht überschreiten, was einer Bootsgröße von 23 Fuß entspräche. Da aber nahezu keine Boote in 23 Fuß Länge, sondern nur in 24 Fuß Länge, gebaut werden, was rechnerisch 7,3 Metern entspräche, gilt 24 Fuß als maximale Größe.

Talseite der Staumauer müt Überlauf, Betriebsgebäude und Ablauf
Wie andere, unbesegelte Boote auch, müssen Segelboote für die Besegelung der Brucher Talsperre über eine gültige Wochen- oder Saison-Plakette verfügen, welche gestaffelt nach Segelfläche, bis 7qm, bis 15qm und bis 20qm, sowie nach Bootsart, Jolle oder Kajütboot, beim Campingpark Bevertalsperre, in Hückeswagen erworben werden können.

Weitere Informationen zur Brucher Talsperre als Segelrevier können bei den beiden hier ansässigen Brucher Segelclub e.V. und der SKGB angefragt werden.

Surfen

Surfen ist auf der Brucher Talsperre vollständig verboten.

Tauchen

Das Tauchen in der Brucher Talsperre ist grundsätzlich verboten. Zwar weist ein großes Schild nahe der DLRG-Station an der Staumauer darauf hin, dass zum Tauchen eine Sondergenehmigung des Wupperverbandes erforderlich ist. Aber eine solche Genehmigung wird grundsätzlich nicht an Freizeittaucher erteilt, sondern nur in besonderen Fällen an Taucher von Behörden und Organisationen wie der Feuerwehr, Polizei oder eben der DLRG.

Freizeittauchen ist somit an der Brucher Talsperre nicht möglich.

Wandern

Die Brucher Talsperre kann auf einem gepflegten Rundweg umrundet werden, der weitgehend in unmittelbarer Ufernähe verläuft. Der Weg ist eben, fein geschottert und eher ein Spazier- als ein Wanderweg.

Den besten Einstieg in den Weg findet man im Bereich der drei Campinganlagen sowie vom Parkplatz an der Staumauer. Die Länge des Weges einmal rund um die Talsperre beträgt runde 4 Kilometer, welche nahezu vollständig frei von Steigungen sind.

Anreise

Durch den Anschluss von Marienheide an das Regionalbahnnetz der Bahn ist die Brucher Talsperre sehr gut per Bahn erreichbar. Mit dem Auto / Motorrad bietet sich, überregional, eine Anfahrt über die nahegelegenen Autobahnen A4 oder A45 an.

Auto und Motorrad

Von der Autobahn A 45 Dortmund – Frankfurt am Main fährt man an der Anschlussstelle Meinerzhagen ab und folgt ab dort der Beschilderung „Flugplatz Meinerzhagen“. Ab dort führt die L 306 Richtung Marienheide, von welcher aus ab Marienheide-Gervershagen die Brucher Talsperre bzw. der Campingplatz Bruchersee ausgeschildert ist.

Von der Autobahn A 4 Aachen (Köln) – Olpe fährt man an der Anschlussstelle Gummersbach und folgt ab dort der Bundesstraße 56 / 256 zunächst Richtung Gummersbach und dann weiter Richtung Wipperfürth. Ab Marienheide-Kalbach ist dann die Brucher Talsperre bzw. der Campingplatz Bruchersee ausgeschildert.

Von der Autobahn A 1 Köln – Dortmund fährt man an der Anschlussstelle Wermelskirchen ab, folgt dann der B 51 Richtung Remscheid bis Remscheid-Bergisch-Born, folgt ab hier der Bundesstraße B 237 Richtung Wipperfürth bis Wipperfürth-Ohl. Aber hier weiter auf der Bundesstraße B 256 Richtung Gummersbach. Ab Marienheide Zentrum ist die Brucher Talsperre ausgeschildert.
Von Wuppertal aus fährt man die L 527 Richtung Wuppertal-Beyenburg, ab hier weiter über die L 414 Richtung Radevormwald. Ab Radevormwald-Herbeck folgt man der Bundesstraße B 229 bis Radevormwald-Rädereichen, ab hier weiter auf der Bundesstraße B 237 Richtung Wipperfürth bis Wipperfürth-Ohl. Dann weiter auf der Bundesstraße B 256 Richtung Gummersbach. Ab Marienheide-Zentrum ist die Brucher Talsperre dann ausgeschildert.

Am Parkplatz an der Staumauer stehen Parkplätze für ca. 25 Fahrzeuge zur Verfügung, sowie eine öffentliche Toilette. Weitere Parkplätze sind rund um die Campingplätze ausgeschildert. Navigierbare Adresse, siehe unter „Geografische Lage“.

ÖPNV

Marienheide ist überörtlich aus Richtung Köln am besten mit der Regionalbahn 25 der Deutschen Bahn zu erreichen, welche zwischen Köln-Hansaring über Köln Hbf und Köln Messe/Deutz und Lüdenscheid verkehrt und in Marienheide am dortigen Bahnhof hält. Von dort aus fährt der VRS-Bus 336 Richtung Gummersbach. Die Haltestelle Marienheide-Stültinghausen liegt rund 200 Meter Fußweg von der Brucher Talsperre entfernt.

Aktuell (Stand September 2023) ist diese Bahnstrecke allerdings durch eine Brückenbaustelle zwischen Overath und Engelskirchen unterbrochen. Hier verkehrt entsprechend ein Schienenersatzverkehr.

Ein gepflegter, breiter Rundweg führt um die Brucher Talsperre

Aus Richtung Ruhrgebiet fährt man am besten mit den Regionalzügen und S-Bahnen nach Hagen (Westf.) Hbf. Aber dort weiter mit der Regionalbahn 52 Richtung Lüdenscheid, bis Brügge (Westf.) Bf. Hier kann in die Regionalbahn 25 Richtung Köln umgestiegen werden, welche in Marienheide hält. Für den weiteren Weg, siehe oben.

Aus Richtung Düsseldorf fährt man entweder mit der S 1 Richtung Solingen bis Solingen Hbf. und steigt dort in die S 7 Richtung Wuppertal um, welche man bis Remscheid-Lennep Bf fährt. Oder man nimmt ab Düsseldorf Hbf. den Regionalexpress 47 nach Remscheid-Lennep Bf. Ab RS-Lennep Bahnhof nimmt man die Buslinie VRS 336 Richtung Gummersbach bis zur Haltestelle Marienheide-Stültinghausen, rund 200 Meter Fußweg von der Brucher Talsperre entfernt.

Umgebung

In der Umgebung der Brucher Talsperre ist insbesondere das Zentrum Gemeinde Marienheide zu nennen, welches neben verschiedenen Möglichkeiten des Einkaufs und der Einkehr, vor allem den Heilteich mit dem kleinen Kurpark zu bieten hat.

Marienheide ist der Quellort der Wipper, wie die Wupper in ihrem Oberlauf heißt. Allerdings ist der genaue Quellort nicht ganz klar und es gibt zwei „Kandidaten“ dafür, die Wipperquelle zu sein. Die erste dieser Quellen liegt auf dem Grundstück der Gaststätte Zur Wupperquelle, die zweite etwas nördlich nahe dem Flugplatz Meinerzhagen in einem kleinen Wald. Obwohl dieser Wald in vielen Karten als „Quellgebiet der Wupper“ bezeichnet ist, heißt der dort entspringende Bach bis zur Mündung in den von der Gaststätte „Zur Wupperquelle“ kommenden Bach „Flugplatzsiefen“ und damit weder Wipper noch Wupper. Dennoch ist auch diese Quelle einen Besuch wert.

Die Brucher Talsperre ist nicht die einzige Talsperre in Marienheide. Etwas unterhalb der Brucher Talsperre befindet sich die Lingese Talsperre. Und ein paar Minuten Fußweg unterhalb deren Staumauer liegt die Kaffeerösterei Pagnia, welche nicht nur mit ihrem Kaffee, sondern auch mit tollen Kuchen- und Tortenkreationen zur Einkehr einlädt.

Ferner lohnt sich von der Brucher Talsperre aus, ein Abstecher zum Unnenbergturm, einem Aussichtsturm mit schöner Fernsicht und einem angegliederten Kiosk.

Museen

Hier ist insbesondere das Bergische Drehorgelmuseum Marienheide zu nennen. Dieses hat allerdings keine regulären Öffnungszeiten, sondern öffnet auf Voranmeldung für Gruppen, aber durchaus auch für Einzelbesucher. Ferner öffnet es an bestimmten Tagen im Jahr zu Führungen und kann dann auch ohne einen individuellen Termin besucht werden. Informationen zu den nächsten Terminen finden sich auf der Webseite des Bergisches Drehorgelmuseums.

Restaurants

Direkt an das Gelände des Campingclub Marienheide-Stültinghausen 1973 e.V. angrenzend und mit Blick auf den Brucher See findet sich Rogers Restaurant, welches Mittwoch bis Freitag, sowie an den Wochenenden geöffnet hat und sonntags vor allem sehr leckere, hausgebackene Kuchen bietet.

Ferner bietet sich insbesondere für einen kleinen Imbiss, die direkt am Südufer gelegene Tapas Bar Alhambra an, welche neben Speisen und Getränken auch einen eigenen Bootsverleih betreibt.

Stand: 15.06.2025

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