Umgebung

Nicht nur die Talsperre ist sehens- und besuchenswert. Auch die nähere und weitere Umgebung der Aggertalsperre hat so einiges zu bieten. Nachfolgend eine kleine Auflistung interessanter Orte in der Nähe, die allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Interessant

Unnenbergturm

Runde 3,5 km entfernt und am oben bereits erwähnten Rundwanderweg „Unnenbergturm und Genkeltalsperre“ gelegen, findet sich mit dem Unnenbergturm der höchste, frei zugängliche Punkt im Oberbergischen Kreis.

Der Turm ist eine Kombination aus einem Mobilfunkturm und einer Aussichtsplattform. Letztere befindet sich rund 31 Meter über dem Boden und bietet bei gutem Wetter einen Blick über große Teile des Bergischen Landes, bis zu den Spitzen des Kölner Doms und dem Kölner Fernsehturm und nordwärts bis hin zu den Schornsteinen der Kraftwerke bei Dortmund.

Früher gab es an dem Turm eine Gaststätte. Aber dieses ist inzwischen seit Jahren geschlossen. Was es hier noch gibt, ist ein kleiner Kiosk, der „Unnenbergtreff“, der zumindest an den Wochenenden und an Feiertagen geöffnet ist.

Aussichtsturm Bergneustadt

Auf der anderen Seite der Aggertalsperre, bei Bergneustadt, befindet sich auf dem dortigen Berg „Knollen“ ein weiterer Aussichtsturm, knapp 446m über NN. Der Turm hat eine Gesamthöhe von rund 30 Metern und die Höhe der Aussichtsplattform liegt bei rund 26 Metern über dem Boden.

Im Gegensatz zum stählernen Unnenbergturm ist der Aussichtsturm Bergneustadt aus Holz gebaut. Etwas niedriger als der Unnenbergturm, steht er diesem in Sachen Aussicht kaum nach. Und so kann man hier bei gutem Wetter südwärts bis zum Rand des Westerwaldes, nördlich bis östlich ins Ebbegebirge und westwärts bis in die Rheinebene hineinschauen. In jedem Fall hat man von hier einen guten Ausblick auf die Aggertalsperre.

Genkeltalsperre

Der Bach „Genkel“, der in den westlichen Arm der Aggertalsperre fließt und diesem seinen Namen gibt, ist nur knappe 900 Meter nördlich des Nordrandes der Aggertalsperre zu einer eigenen Talsperre, der Genkeltalsperre aufgestaut.

Im Gegensatz zur Aggertalsperre ist die Genkeltalsperre allerdings eine reine Trinkwassertalsperre. Entsprechend sind hier keinerlei wassersportliche Aktivitäten möglich. In weiten Teilen gelangt man nicht mal bis ans Wasser heran, weil die Genkeltalsperre größtenteils eingezäunt ist.

Die Genkeltalsperre bietet damit hauptsächlich nur Wanderern ein lohnendes Ausflugsziel. Dafür kann sie auf einem in weiten Teilen Ufernah verlaufenden Weg vollständig umrundet werden, ohne dabei den Blick aufs Wasser zu verlieren.

Zu erreichen ist sie vom Wanderparkplatz „Genkeltalsperre“, welcher am nördlichen Rand der Ortschaft Gummersbach-Lantenbach befindet, ganz in der Nähe des Freizeitcamps Aggertalsperre.

Aggertalhöhle Ründeroth

Runde 13 km südwestlich der Aggertalsperre und damit doch schon ein wenig weiter entfernt, findet sich die Aggertalhöhle Ründeroth, die vor allem an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung bietet, herrschen darin doch ganzjährig nur 6-8 Grad.

Zwischen dem 1. April und dem 1. November kann die Höhle jeweils donnerstags bis sonntags und an Feiertagen zwischen 10:00 und 17:00 Uhr besucht werden. Zu beachten ist dabei, dass ein Besichtigung der Höhle nur im Rahmen einer Führung möglich ist, von denen die erste jeweils um 10:00 Uhr, jede weitere jeweils 75 Minuten später und die letzte schließlich um 16:15 Uhr startet.

Die Höhle gewährt, vor allem dank der Fachkundigen Erklärung der Führer, einen in der Region einmaligen Einblick in die Geologie des Oberbergischen, welches aus einem rund 400 Millionen Jahre alten Riff aufgefaltet wurde, dessen Artenreichtum in zahlreichen Fossilien in der Höhle erhalten blieb.

Zur Anreise mit dem Auto / Motorrad kann die Adresse
Im Krümmel 39
51766 Engelskirchen
what3words: ///innere.hinweg.leitungen

Per ÖPNV erreicht man die Höhle am besten mit der RB 25 über den Bahnhof Ründeroth, von aus sie neben der VRS Buslinie 317 Ründeroth Bf - Gummersbach (Zweite Station, Aggertalhöhle) auch über den rund 8 km langen Höhlenweg erwandert werden kann.

Museen

Die Liste der Museen in der Nähe ist, zugegeben, recht kurz und gewiss nicht vollständig. Aber ich mag es einfach nicht, etwas zu empfehlen nur weil es da ist. Ich muss da schon selbst gewesen sein. Und gerade im südlicheren Oberbergischen war ich noch nicht so aktiv.

Eisenbahnmuseum Dieringhausen

Ein kleines, aber feines Eisenbahnmuseum IG Bw Dieringhausen mit einer schönen und gepflegten Sammlung in den Räumen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Dieringhausen, von wo aus an den Fahrtagen der Museumszug „Bergischer Löwe“ mit der Dampflok „Waldbröl“ zweimal nach Wiehl und zurückfährt.

Aktuell (Stand Oktober 2025) sind allerdings keine Fahrten möglich, da die Dampflok auf dringend nötige Instandsetzungsarbeiten wartet. Ein Besuch des Museums lohnt aber dennoch, ist jedoch werktags nur nach vorheriger Absprache und sonst zwischen April und Oktober jeweils nur samstags zwischen 10 und 17 Uhr möglich.

Heimatmuseum Bergneustadt

Ein wunderschöne und gepflegtes Heimatmuseum Bergneustadt, welches neben der typisch Bergischen Stube von einst auch zahlreiche historische Stücke der Firmengeschichten der Region sowie eine umfangreiche Sammlung zum Thema Feuerwehr präsentiert. Ferner gibt es noch ein Backhaus, den Gewölbekeller des Hauses und eine Museumschmiede zu besichtigen.

Neben dem statischen Inhalt eines Museums starten von hier aus auch zahlreiche Führungen – Heimatmuseum Bergneustadt zu unterschiedlichen Themen, wie etwa die Nachtwächterführung durch die Altstadt, die Sprichwörterführung durch das Museum oder auch die sehr interessante Feuerwehrführung durch die Feuerwache und Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr. Leider, aber doch auch nachvollziehbar, sind die Führungen auf mindestens jeweils 10 Teilnehmer ausgelegt und bei weniger Personen entsprechend teurer, sodass der Mindestpreis der Führungen von in der Regel 50,- Euro erreicht wird. Lohnen tun sie sich aber dennoch.

Restaurants

Auch die Liste der nahegelegenen Restaurants entbehrt der Vollständigkeit. Doch wie schon geschrieben, kann ich nur Orte empfehlen, an denen ich selbst schon war und die nachfolgenden zwei Restaurants sind die einzigen, die ich hier schon persönlich kenne. Mit der Zeit wird die Liste gewiss noch wachsen. Aber ich bin nun mal nicht Krösus und kann es mir weder zeitlich noch finanziell erlauben, andauernd auswärts zu speisen :)

Sinthorn Thai Restaurant

Das Thai-Restaurant Thai-Restaurant Sinthorn ist ja nun quasi mit der Aggertalsperre verwachsen, ist es doch quasi die Verlängerung der Staumauer. Leckere asiatische Küche, die auf Wunsch auch wirklich richtig scharf gemacht wird und, wenn man es denn mag, vor allem für Gruppen auch die Möglichkeit zum Karaoke – glücklicherweise räumlich getrennt.

Aktuell leider etwas im eingeschränkten Betrieb, wodurch der Mittagstisch unter der Woche entfällt und sich auf die Wochenenden beschränkt. Der Abendbetrieb läuft aber weiter wie gewohnt.

Gaststätte An der Wupperquelle

Ob die Gaststätte An der Wupperquelle wirklich an DER Wupperquelle liegt, ist, sagen wir mal, fraglich. Denn eigentlich liegen am Beginn der Wupper bzw. der Wipper, wie sie in ihrem Oberlauf noch heißt, gut ein Dutzend Quellen, die sich letztlich zur Wupper bzw. Wipper vereinigen. Die allerdings liegen allesamt in einem Naturschutzgebiet und sind nur zu Fuß zu erreichen. Die Quelle vor dem Restaurant ist die Einzige, die man mit dem Auto erreichen kann und neben der man eben bauen konnte. Letztlich hat man sich wohl darauf geeinigt, dass die Quelle hier vor dem Haus DIE Wupperquelle ist, wenngleich man gar nicht so recht weiß, wer sich denn da mit wem geeinigt hat.

Das tut dem Restaurant hier aber keinen Abbruch und man auch trotz dieses Umstandes toll hier speisen. Wobei sich neben der guten Abendkarte vor allem die Hauseigenen Waffeln lohnen, die man hier insbesondere im Sommer draußen direkt an der Quelle verspeisen kann.

Quellen

  • Webseite Aggerverband
  • Webseite Campingplatz Lantenbach
  • Webseite DLRG ortsgruppe Bergneustadt
  • Wikipedia
  • Eigene Besuche vor Ort